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Cornelia Wilß
Foto: Susanne Lindner

passage zu neuen Welten

Im Fokus stehen gut recherchierte Sachbücher, die Welt-Themen aufgreifen und Aufmerksamkeit für Zusammenhänge schärfen, die uns als Teil der globalen Gesellschaft herausfordern.
Die Autoren und Autorinnen erzählen vom Leben der Menschen an anderen Orten, zeigen neue ungewohnte Perspektiven und bringen das Ferne nahe – Bücher, die unterwegs sind – konkret und im übertragenen Sinn.


passage ist gut vernetzt

und arbeitet mit Verleger/innen, Autor/innen, Journalist/innen, Multiplikatoren und Fachleuten zusammen, diskutiert Themen und bringt sie passgenau in die Öffentlichkeit. Dazu gehören das Verfassen von Beiträgen, die Konzeption und Redaktion von Themenheften sowie Pressearbeit und Moderation.



NEWS + TERMINE

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Hier ist Platz – auch für Ihre Termine, Hinweise auf Novitäten, Lesungen und Veranstaltungen, Ausstellungen und gute Filme und besondere Texte »rund um Welt-Themen«.


 ▼  AKTUELLES

AUSSTELLUNGEN – BUCHPRÄSENTATION – LESUNGEN – PODIUMSDISKUSSION



"TATORT KONGO – Prozess in Deutschland"         

Buchpremiere und Diskussion; Montag, 6.6.2016, 19.00, taz-Café, Berlin

Die Autor*innen Dominic Johnson, Simone Schlindwein und Bianca Schmolze im Gespräch mit Cornelia Wilß. Begrüßung: Ellen Gutzler (Brot für die Welt)

Das Buch führt von der Anklagebank in einem deutschen Gerichtssaal nach Ruanda und in den Ost-Kongo. Dort, wo eine straff organisierte Miliz Frauen vergewaltigt, Dörfer plündert und Menschen ermordet: Kriegsverbrechen, die teils von Deutschland aus gesteuert wurden. Es geht um die Hutu-Miliz FDLR, in der sich die Täter des ruandischen Völkermordes von 1994 neu organisierthaben. Ihre beiden politischen Anführer leben in Deutschland. Sie mussten sich seit 2011 vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht verantworten. Deutschlands erster Prozess dieser Art endete im September 2015 mit Schuldsprüchen, doch der Vorsitzende Richter warnte, solche »Mammutverfahren« seien mit den Mitteln der deutschen Strafprozessordnung nicht in den Griff zu bekommen. Aber wie dann? Und was ist das für ein Krieg, den die FDLR im Kongo führt?

Mehr: Flyer zum Download

 

 

 

"GENERATION CHANGE"         

Podiumsdiskussion im Theater Titania; Dienstag, 9.2.2016, 19.30

Mit dem Rapper HOBSKUR (Hilaire Djoko) aus Kamerun; dem engagierten Filmemacher Boubacar Sangaré aus Burkina Faso und der tunesischen Umweltaktivistin Karima Kerkeni

Die junge Generation in vielen afrikanischen Ländern findet sich nicht mehr mit überholten verkrusteten Machtstrukturen ab. Und auch nicht mit Machthabern, die seit Jahrzehnten verbissen an ihrem Posten festhalten: Sie strebt entschlossen nach demokratischen Veränderungen. Was bewegt die "Generation Change"? Welche Träume und Utopien haben sie? Welche Formen finden sie für Engagement und zivilen Ungehorsam? Welche Rolle spielt dabei die Kunst: Rap.Musik, Film und Literatur? Wie organisieren sich Bewegungen? Davon berichten und darüber diskutieren die Teilnehmenden. Das Gespräch findet statt im Rahmem von Africa Alive 2016

Mehr: ww.africa-alive-festival.de/medien/2016/01/programmheft_africa_alive

Moderation: Cornelia Wilß

 


Eröffnung von KUK - KultKeller         

Anlässlich der Eröffnung von KUK-KultKeller im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim ist der Buchautor und Fairtrade-Experte Frank Herrmann am 11.6. 2015 ab 18.00 in der Marktstraße 37 zu Gast. Er macht Station auf seiner "Fairen Biketour 2015" und wird einen Vortrag zum Thema
" Fair einkaufen - aber wie?" halten; das gleichnamige Buch erschien im Brandes & Apsel Verlag. Anschließend ist bei chilenischem und südafrikanischem Wein Gelegenheit zur spannenden Diskussion.

Die Veranstaltung findet statt im Gewölbekeller des alten Zollhauses - ein neuer Ort der Begegnung im Stadtteil für Lesungen, Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen u.a.
Kontakt: Passage - buch+kultur.

Konzertabend mit Jorge Galbassini         

Der neue KultKeller in Bergen Enkheim in Frankfurt präsentiert am 12. November um 19.30 einen Konzertabend (Gitarre und Bandoneon) mit Jorge Galbassini aus Argentinien. Der Künstler beherrscht ein breites Spektrum und Repertoire: Es reicht von südamerikanischen Rhythmenn wie Bossa Nova, Samba und argentinischen Tango bis hinzu Latin-Jazz. Zurzeit hat Jorge Galbassini feste Engagements mit den Musikgruppen "Si Senor" (~ da müsste Tilde aufs n :-) ) "Duo del Plata", dem brasilianischen Trio "tudobem" und einer eigenen Jazz-Formation "Galbassini Group".

Die Veranstaltung findet statt im Gewölbekeller des alten Zollhauses - ein neuer Ort der Begegnung im Stadtteil für Lesungen, Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen u.a.
Kontakt: info@passage-wilss.de

Mehr: www.frank-herrmann.ws
www.faireinkaufenaberwie.blogspot.de

 

 

Afrikanische Kindheiten

"Kindheit in Afrika – man kommt aus dem Staunen nicht heraus!" Das versprechen Michaela Fink und Reimer Gronemeyer, Herausgeber des aktuell erschienenen Bandes "Afrikanische Kindheiten". Die hier versammelten AutorInnen warten mit überraschenden Berichten auf, die unsere europäische Vorstellungen davon, was Kindheit in Afrika ist und wie sie aussehen soll, auf den Kopf stellt. Sie geben so wichtige Hinweise darauf, welche staatlichen und zivilgesellschaftlichen Modelle und welche Hilfsmaßnahmen im Umgang mit Waisen und »vulnerable children« in Afrika förderlich sind. Ein gänzlich neuer Blick auf Kindheit in Afrika, die von AIDS und Armut einerseits und von radikaler Modernisierung andererseits gekennzeichnet ist.

Mehr: www.reimergronemeyer.de
www.transcript-verlag.de

“Die Afro-Türken“  

Vortrag mit Diskussion von Dr. Ibrahim Halil Özak,
Moderation: Cornelia Wilß, Journalistin und Lektorin

Samstag, den 8.11.2014 um 15.00 Uhr
in der VHS Frankfurt, Sonnemannstr.13, im Raum 4001, Eintritt frei

Der in Frankfurt lebende Soziologe Dr. Ibrahim Halil Özak berichtet über die Entdeckung afrikanischer Vorfahren in einer türkischen Familie: Es ist die Geschichte der Afro-Türken, die bis ins Osmanische Reich zurückreicht

Darüber hinaus stellt Özak die Organisation der Afro-Türken in der Türke vor und informiert über die

Probleme der gegenwärtigen Migration im Land.




»Innenansichten aus Syrien«

Schriftstellerinnen und Schriftsteller beschreiben die eigenen psychischen und die gesellschaftlichen Veränderungen, die sie seit Beginn der Revolution in Syrien beobachten. Zugleich dokumentiert der Band, wie mittels Literatur, Theater, Fotografie und bildender Kunst neue Freiheitsräume ausgelotet werden und wie der friedliche Protest abseits der Kriegsschauplätze weitergeführt wird. Das Buch liefert Einblicke über Syrien, die man in deutschen Medien so nirgendwo finden wird.

Mehr zum Buch:

www.faust-kultur.de



»Jazz Potjie aus Cape Town«

Die CD-Reihen Winter- und Summer in Cape Town des Kapstädter Indie-Labels Jazz Potjie Projects dokumentieren nicht nur die Kapstädter Musikszene, es wird auch ein Musik-Projekt für Townships-Kinder unterstützt. Der Hörer delektiert ein eindrucksvolles Potjie-Menü mit den Gängen Jazz, Lounge, Goema, Pop der pulsierenden Metropole am Kap.

Kontakt:

http://www.paso-africa-shop.com/default.php?cPath=0_46




»LiBeraturpreis an Raja Alem«

Mit dem LiBeraturpreis 2014 wird in diesem Jahr die saudi-arabische Autorin Raja Alem ausgezeichnet. Ihr 2013 im Unionsverlag erschienenes Buch Das Halsband der Tauben, von Hartmut Fähndrich aus dem Arabischen übersetzt, ist eine Zeitreise, die aus der modernen Gegenwart in vorislamische Zeiten führt.

Der Roman beschreibt das Leben Saudi-Arabiens am Beispiel eines Stadtviertels in Mekka. Hier, in der Vielkopfgasse, wird ein quirliger Querschnitt arabischen Alltagslebens sichtbar. Familientragödien, heimliche Liebschaften, ein Mord – aus unterschiedlichsten Blickperspektiven erhält der Leser Einblick in eine Welt, über die viele Vorurteile und Legenden kursieren, aus der jedoch nur selten von innen heraus berichtet wird.

Mehr zum Buch:

www.faust-kultur.de

www.litprom.de

www.unionsverlag.ch




»La Frontera. Die mexikanisch-US-amerikanische Grenze und ihre Künstler«

Seit 2009 porträtiert der New Yorker Fotograf Stefan Falke Künstler, die entlang des Zauns, der die Grenze zwischen den USA und Mexiko bildet, leben und arbeiten. Ein umfangreicher Bildband mit diesen Fotos und Texten mexikanischer Autoren ist aktuell in der edition faust erschienen. Originalwerke von fünf der dort porträtierten Künstler werden in der Frankfurter Galerie Art Virus gezeigt. Die Fotografien Falkes sind zeitgleich im Generalkonsulat von Mexiko und dem Instituto Cervantes zu sehen.

Dort findet auch die Podiumsdiskussion »Die mexikanisch-US-amerikanische Grenze – ein ›Vorbild‹ für Europa?« statt: am Sonntag, 11. Mai 2014. Mit Karl Kopp (Pro Asyl, Frankfurt), Stefan Falke (Fotograf, New York), David Toscana (Schriftsteller, Mexiko), David Maung (Künstler, USA), Michele Sciurba (Galerist, Frankfurt), Franz Viohl (Berlin). Moderation: Corinna Santa Cruz (Lektorin, Frankfurt).

Mehr zu Programm und Buch: www.faust-kultur.de




Nadeem Aslams neuer Roman »Der Garten des Blinden«

(DVA, aus dem Englischen von Bernhard Robben), wurde im März im Frankfurter Weltempfänger-Salon von Claudia Kramatschek vorgestellt und weckt große Erwartungen, »sich die Welt erlesen« zu können, wie es programmatisch bei Litprom heißt.

Der Roman führt nach Pakistan in den Monaten nach 9/11. Anhand einer Familie erzählt Nadeem Aslan, wie sich das Leben der Menschen dort grundlegend veränderte. Der Vater Rohan, gläubiger Muslim und Gründer einer liberalen Schule, sieht sein Lebenswerk durch Fundamentalisten bedroht. Seine Schwiegertochter Naheed tut alles, um die mühsam errungene Freiheit der Frauen nicht wieder zu verlieren. Und da sind noch die beiden Brüder Jeo und Mikal, die sich auf den Weg ins Krisengebiet machten, um verwundeten Zivilisten zu helfen und dann unversehens zwischen die Fronten gerieten.

Mehr: www.litprom.de




»Wenn du als Frau nicht stark bist, hilft dir niemand«

Es ist ein Paradox: Die Frauen, die Tag für Tag hart arbeiten und auch die Zeit aufbringen, für ihre Familien zu sorgen, sind das schwächste Glied in der Kette der handwerklichen Fischerei in Westafrika. Sie sie sind »verletzlich« und »verwundbar«. Nicht nur, weil die schwere körperliche Arbeit sie krank macht, die Räucherei des Fischs ihre Lungen schädigt, sie Hautausschläge bekommen und erschöpft sind. Wenn die Netze der Kleinfischer im Konkurrenzkampf mit den industriellen Fangflotten leer bleiben, bricht der lokale Fischmarkt zusammen und die Frauen verlieren ihre Arbeit. Die Ernährungslage wird prekär – für die eigene Familie, aber auch für die Menschen, die sich an den Küsten von Fisch ernähren. Fisch ist in Westafrika ein unverzichtbarer Eiweißlieferant, wichtig für die gesunde Entwicklung von Kindern und wichtig, um Mangelernährung vorzubeugen.

Die Frauen, die an der Generalversammlung von CAOPA (www.caopa-africa.org), der Vereinigung der handwerklichen Fischerei in Westafrika, im November 2013 in Praia (Kap Verden) teilnahmen, wollen ihre prekäre Situation ändern und verschafften sich Gehör ...

Download vollständiger Text (PDF)

Fischhändlerinnen Im Hafen von Praia, Kap Verden

Foto: Kai Kaschinski



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