Buchlektorat

Hier finden sich eine Auswahl von Titeln, die ich in den letzten Jahren lektoriert habe. Für den Brandes & Apsel Verlag habe ich zuvor über viele Jahre lang Publikationen über Globalisierung, insbesondere Afrika, Flucht, Migration und Kulturaustausch betreut.

Reguliertes Chaos

Koloniale Denk- und Verhaltensmuster wirkten bis heute nach, so Wolfgang Gieler. Er identifiziert diese in der Wissenschaft und auch in der praktischen Entwicklungszusammenarbeit und wirbt

Koloniale Denk- und Verhaltensmuster wirkten bis heute nach, so Wolfgang Gieler. Er identifiziert diese in der Wissenschaft und auch in der praktischen Entwicklungszusammenarbeit und wirbt für mehr Offenheit gegenüber anderen Verständnissen von Kultur und Wirtschaft. Dabei trägt er unterschiedliche Auffassungen von Entwicklung, Mensch-Umwelt-Beziehungen und dem Erlangen von Wissen zusammen, die eine alternative Weltsicht zeigen und neue Perspektiven eröffnen.

Bonn 2022

Young Citiziens – Handbuch politische Bildung in der Grundschule

Kinder im Grundschulalter sind Young Citizens – junge Bürgerinnen und Bürger. Sie nehmen durch zahlreiche Erfahrungen in ihrem sozialen Umfeld Machtstrukturen, Regeln und Handlungsmöglichkeiten wahr

Kinder im Grundschulalter sind Young Citizens – junge Bürgerinnen und Bürger. Sie nehmen durch zahlreiche Erfahrungen in ihrem sozialen Umfeld Machtstrukturen, Regeln und Handlungsmöglichkeiten wahr und gehen auf ihre Weise mit ihnen um. Dieser frühe Lernprozess kann im demokratischen Sinne unterstützt und gefördert werden. Im besten Fall werden dabei die Weichen für ein lebenslanges Interesse an politischer und gesellschaftlicher Teilhabe gestellt. Doch was genau macht politische Bildung in der Grundschule aus? Welche didaktischen Prinzipien sind von besonderem Interesse? Welche Bildungspotenziale können im Hinblick auf die verschiedenen Dimensionen des Lernens identifiziert werden?

Projektleitung Dr. Miriam Shabafrouz, bpb; Lektorat: Cornelia Wilß und Jürgen Schreiber

Bonn 2022

Untie to Tie

Aïcha Diallo, Annika Niemann, Miriam Shabafrouz (Hrsg.): In Lehrplänen und Schulbüchern werden gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar, zu denen auch Überbleibsel aus kolonialen Zeiten gehören. Auf welche Weise sich koloniale Kontinuitäten diskursiv, bild- und sprachpolitisch niederschlagen, untersuchen die Autor*innen dieses Sammelbandes aus Kunst, Bildung und Wissenschaft mit dem Ziel, ihnen alternative Bilder entgegenzusetzen und neue Sichtweisen zu stärken.

Jean Claude Diallo

Ein Frankfurter aus Afrika Verfasst von Barbara Gressert-Diallo. Mit Beiträgen von: Jutta Ebeling, Victor Pfaff, Malte Rauch, Freweini Zerai, Christoph Busch, Ansoumane Camara, Abdoulaye Diallo,

Ein Frankfurter aus Afrika

Verfasst von Barbara Gressert-Diallo. Mit Beiträgen von: Jutta Ebeling, Victor Pfaff, Malte Rauch, Freweini Zerai, Christoph Busch, Ansoumane Camara, Abdoulaye Diallo, Paul Rongier, Bernard Vatrican

Unaufgeregt erzählt und mit Fotos illustriert, voller Leben, Bewunderung und Empathie für den Familienvater, Freund und politischen Weggefährten erhält der Leser Einblicke in die Persönlichkeit Jean Claude Diallos. Zugleich ist der Band eine Zeitreise in die bundesrepublikanische und guineische Geschichte der achtziger und neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Davon zeugen vor allem die Texte von Jean Claude Diallo selbst, in denen er sich kritisch mit Kolonial- und westlicher Dominanzkultur auseinandersetzt. Immer schwingt seine Auseinandersetzung mit dem Zusammenspiel von Kultur und Identität mit. Viele seiner Gedanken spiegeln sich in der aktuellen Debatte jüngerer afrikanischer Intellektueller, die fordern, dass Afrika über seine Zukunft selbst bestimmen und sich stärker auf seine vorkoloniale Geschichte und Philosophie beziehen muss. (Verlagsbeschreibung)

Katja Maurer | Andrea Pollmeier

Haitianische Renaissance

Der lange Kampf um postkoloniale Emanzipation

Zu Wort kommen u.a. Raoul Peck, Gary Victor, Suzy Castor, Yanick Lahens, Ricardo Seitenfus, Fritz Jean Alphonse
Aufstände der Zivilgesellschaft von Kairo bis Port-au-Prince fordern bei aller Unterschiedlichkeit eine neue Dekolonisierung, die die Normen, die die Haitianische Revolution 1804 gesetzt hat, zu einer gelebten Praxis werden lassen. 
Zu Wort kommen u.a. Raoul Peck, Gary Victor, Suzy Castor, Yanick Lahens, Ricardo Seitenfus, Fritz Jean Alphonse

Aufstände der Zivilgesellschaft von Kairo bis Port-au-Prince fordern bei aller Unterschiedlichkeit eine neue Dekolonisierung, die die Normen, die die Haitianische Revolution 1804 gesetzt hat, zu einer gelebten Praxis werden lassen.  Was dazu von Haiti aus zu lernen und beizutragen ist, zeichnet dieses Buch in Essays, Reportagen und Interviews nach.

„Die Haitianische Revolution in das Bewusstsein der Welt zurückzuholen, heißt, die Idee der Menschenrechte zu dekolonisieren und zu einem gemeinsamen Horizont zu machen.“

»Haitianische Renaissance ist kein Geschichtsbuch im strengen Sinn. Die 20 jeweils auch einzeln lesbaren Analysen, Interviews und Kommentare werfen ein neues Licht auf die Gegenwart des Inselstaats. (…) Derzeit wird auch in Hilfsorganisationen wieder über Rassismus und die Kontinuität kolonialer Denkweisen diskutiert. Auch für diese Debatte erscheint das lesenswerte Buch zur richtigen Zeit.«

(Moritz Elliesen, weltsichten, 10/2020)

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Thomas Kruchem

Wie Menschen weltweit das Klima retten

Licht-Bringer, Wald-Macher, Wasser-Kämpfer

Aus aller Welt prasseln Katastrophenmeldungen zum Klimawandel auf uns ein; man könnte jede Hoffnung verlieren. Doch es gibt, abseits der Weltöffentlichkeit, Menschen, die unter  schwierigsten Umständen Beeindruckendes leisten, um unser Klima zu schützen.

Aus aller Welt prasseln Katastrophenmeldungen zum Klimawandel auf uns ein; man könnte jede Hoffnung verlieren. Doch es gibt, abseits der Weltöffentlichkeit, Menschen, die unter  schwierigsten Umständen Beeindruckendes leisten, um unser Klima zu schützen. Solche erfolgreichen, über die Erde verteilten Initiativen mit ihren Menschen machen Mut. Thomas Kruchem hat sie besucht.

„Das Buch ist eine Mischung aus Reisetagebuch und Sachbuch. Reportageähnliche Beschreibungen von Landschaften und Menschen stehen neben Stellungnahmen von Aktivisten und manchmal auch Schilderungen persönlicher Erlebnisse des Autors im Projektland. Die Szenen vermitteln einen lebendigen Eindruck von den Menschen hinter den Projekten, von ihren Hoffnungen und Sorgen. Das Projekt „Klima retten“ erscheint fassbarer, da Kruchem es von der globalen auf die örtliche Ebene herunterbricht und engagierte Menschen zu Wort kommen lässt – von der bolivianischen Schneiderin mit Regenwassertanks auf dem Dach bis zur haitianischen Bäuerin. Darüber hinaus lässt der Autor Experten von nichtstaatlichen Organisationen sowie aus Wissenschaft und Politik zu Wort kommen.“ (WELT-SICHTEN)

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Wie Menschen weltweit das Klima retten