Geraubte Geschichte – Vernyuys Suche auf den Spuren der Ngonnso

Herrschaftliche Königsthrone, heilige Gottheiten und symbolreiche Palastbögen: Rund 90 Prozent des afrikanischen Kulturerbes befindet sich außerhalb Afrikas. Ngonnso, die Gottheit der Nso, aus dem Nordwesten
Widerstand – Drei Generationen antikolonialer Protest

Die Comicpräsentation „Widerstand – Drei Generationen antikolonialer Protest in Kamerun“, wurde jetzt auch in Frankfurt vorgestellt: im Rahmen des diesjährigen Africa Alive Festivals. Die Comic-Erzählungen rücken ein bislang wenig bekanntes Kapitel des kamerunischen Widerstands gegen koloniale Herrschaft in den Fokus kolonialer Erinnerungskultur.
Endlose Tage am Point Zero

Die Kurzgeschichten der Sammlung „Endlose Tage am Point Zero“ entstammen zwei Erzählbänden, die Stella Gaitano 2004 und 2015 auf Arabisch veröffentlichte, d. h. in den Jahren vor und nach der Unabhängigkeit des Südsudans vom Sudan 2011. In deutscher Sprache liegen Sie bei Edition Orient vor.
Geraubte Geschichte

Bis heute prägen koloniale Stukturen unsere Welt: Sie begegnen uns als Raubkunst in Museen, prägen wirtschaftliche Beziehungen und sind als rassistische Stereotype in den Köpfen vieler Menschen präsent. Wie gehen wir mit diesen historisch gewachsenen Machtverhältnissen um?
Afrika trägt viele Masken – ein Portrait des Dichters Muepu Muamba

Die Pflicht zur Einmischung”, der Titel eines Buches des kongolesischen Dichters Muepu Muamba, geht auf ein gleichnamiges Gedicht zurück, in dem er eine Utopie des menschlichen Zusammenlebens entwirft. Diese wird sich jedoch erst dann in Realität verwandeln, wenn Einmischung zur Pflicht erhoben wird. Cornelia Wilß stellt Leben und Werk des Dichters vor, der seit Ende der 1980er-Jahre in Frankfurt lebt.
Das Requiem für Auschwitz – ein Echo des Erinnerns

Roger Moreno-Rathgeb, Komponist und Nachfahre von Sinti, hat mit dem „Requiem für Auschwitz“ ein einzigartiges musikalisches Denkmal geschaffen. Das Werk, 2012 uraufgeführt, ist eine Widmung an die im nationalsozialistischen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordeten Sinti und Roma
Erinnerungsräume – ein Gespräch mit Ibou Diop

Ibou Diop war vom Berliner Senat damit betraut worden, ein Erinnerungskonzept Kolonialismus zu erarbeiten. Und für die Stiftung Stadtmuseum Berlin ist er in der sogenannten Kompetenzstelle Dekolonisierung tätig – kein einfaches Terrain, weil sich in dieser Stadt ja auseinanderstrebende Vorstellungen über Identitäten und Zugehörigkeiten kreuzen wie sonst kaum an einem anderen Ort in diesem Land.
Umsteuern jetzt! Nur internationale Gerechtigkeit schafft soziale Sicherheit

Soziale Sicherheit ist ein Menschenrecht, das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und in zahlreichen internationalen Vereinbarungen verankert ist. Mithilfe von unterschiedlichen Instrumenten, wie Kranken und Rentenversicherungen, Sozialtransferprogrammen oder aktiver Arbeitsmarktpolitik, unterstützen soziale Sicherungssysteme Menschen dabei, sich gegen Lebensrisiken wie Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Altersarmut abzusichern. Damit leistet soziale Sicherheit einen wichtigen Beitrag zur Prävention und Bekämpfung von Armut.
Frauenökonomie in der handwerklichen Fischerei

Gemeinhin wird die Fischerei als eine Männerdomäne angesehen. In unserer Vorstellung gehen Männer dem harten Beruf des Fischers nach und schuften auf Fischbooten und Trawlern. Frauen verarbeiten den Fisch zuhause oder verkaufen ihn auf dem Markt. Sie als »Fischerfrauen« zu bezeichnen, führt in die Irre. Das Bild von Aliou Diallao zeigt Frauen bei der Ausfahrt in Benin.
Rußflocken, die um die Erde schweben

Alfred Ullrich lebt in Dachau. In seinen Arbeiten Druckgrafik spiegelt sich das bis heute gebrochene Verhältnis der deutschen Mehrheitsgesellschaft zur Minderheit der Sinti und Roma. Ein zentrales Thema in seinem Schaffen ist die Familiengeschichte.