Weltwortreisender – Fiston Mwanza Mujila

Der Garten rufe das Glück ins Leben und gebe der Seele zeitlose Gefühle, sagt der kongolesische, in Österreich lebende Autor Fiston Mwanza Mujila. Cornelia Wilß beschreibt, wie er das Schriftliche aus der mündlichen Tradition entwickelt, afrikanische Erfahrungen mit europäischen Möglichkeiten verwandelt, Sprache befreit.

Verlust und Heilung

Es reicht nicht, in der Kolonialzeit gestohlene Kunst zurückzugeben. Es geht aber auch nicht um Schuld. Angestrebt ist eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der kulturellen Verletzungen, der Kunst und den traditionellen Materialien, aus der heraus Neues entstehen kann. Cornelia Wilß führte mit der Kuratorin Dr. Mahret Ifeoma Kupka ein Gespräch über TALKING OBJECTS LAB, wuchernde Wunden, wiedergefundenes Wissen und Aussicht auf Heilung.

Im Bauch des Wales

Im Oktober 2021 erhielt die simbabwische Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga in Frankfurt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Mit dem Preis wurde eine Schriftstellerin geehrt, die die schwierige Emanzipation einer schwarzen Frau aus dem ländlichen Rhodesien erzählt und zugleich tief in die Kolonialgeschichte Simbabwes eintaucht.

Untie to Tie

Aïcha Diallo, Annika Niemann, Miriam Shabafrouz (Hrsg.):

In Lehrplänen und Schulbüchern werden gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar, zu denen auch Überbleibsel aus kolonialen Zeiten gehören. Auf welche Weise sich koloniale Kontinuitäten diskursiv, bild- und sprachpolitisch niederschlagen, untersuchen die Autor*innen dieses Sammelbandes aus Kunst, Bildung und Wissenschaft mit dem Ziel, ihnen alternative Bilder entgegenzusetzen und neue Sichtweisen zu stärken.

<em>Aicha Diallo</em><br>„Ich bin eine Lehrende und eine Lernende“

“Ja, darum geht es bei allem, marginalisiertes Wissen und Erzählungen sichtbar zu machen, sich Raum für die Individualität und das Kollektive zu schaffen und sich zugleich über die eigene Positionierung gegenüber den hegemonialen Strukturen und dem Wissenskanon klar zu sein und dabei beweglich zu bleiben.“

Africa Past & Presence

Neues Projekt!

Begegnungen mit dem Regisseur Med Hondo, der Filmemacherin Hind Meddeb, mit den Musikern Ray Lema und Sam Mangwana, der Schriftstellerin und Politikerin Aimée Gnali, den Künstlern Toma Luntumbue und Emeka Udemba, den Autoren Abdelaziz Baraka Sakin und Phaswane Mpe und dem Menschenrechtsaktivist Emanuel Matondo.