Vom Erbe des Exils zum Wissen der Stadt – Im Gespräch mit Aïcha Diallo 

Die Kulturwissenschaftlerin Aïcha Diallo forscht in Sheffield zu urbaner Ungleichheit und kreativer Stadtpolitik in Dakar, Senegal. Ausgehend von den interdisziplinären Theorien des Southern Urbanism und der Black Geographies untersucht sie, wie Städte gemacht, erinnert und imaginiert werden – und rückt mit „Refuge as Method“ lokale Praktiken als eigenständige Wissensformen in den Fokus.

Widerstand – Drei Generationen antikolonialer Protest

Die Comicpräsentation „Widerstand – Drei Generationen antikolonialer Protest in Kamerun“, wurde jetzt auch in Frankfurt vorgestellt: im Rahmen des diesjährigen Africa Alive Festivals. Die Comic-Erzählungen rücken ein bislang wenig bekanntes Kapitel des kamerunischen Widerstands gegen koloniale Herrschaft in den Fokus kolonialer Erinnerungskultur.

Afrika trägt viele Masken – ein Portrait des Dichters Muepu Muamba

Die Pflicht zur Einmischung”, der Titel eines Buches des kongolesischen Dichters Muepu Muamba, geht auf ein gleichnamiges Gedicht zurück, in dem er eine Utopie des menschlichen Zusammenlebens entwirft. Diese wird sich jedoch erst dann in Realität verwandeln, wenn Einmischung zur Pflicht erhoben wird. Cornelia Wilß stellt Leben und Werk des Dichters vor, der seit Ende der 1980er-Jahre in Frankfurt lebt.

Erinnerungsräume – ein Gespräch mit Ibou Diop 

Ibou Diop war vom Berliner Senat damit betraut worden, ein Erinnerungskonzept Kolonialismus zu erarbeiten. Und für die Stiftung Stadtmuseum Berlin ist er in der sogenannten Kompetenzstelle Dekolonisierung tätig – kein einfaches Terrain, weil sich in dieser Stadt ja auseinanderstrebende Vorstellungen über Identitäten und Zugehörigkeiten kreuzen wie sonst kaum an einem anderen Ort in diesem Land.

Der neue gute Deutsche

Filmgespräch beim Internationalen Filmwochenende in Würzburg. Im Bild von links nach rechts: Florian Hoffmann (Mitorganisator des Festivals), Peter Heller (Filmautor und Regisseur) und Jean-Pierre Félix-Èyoum (Protagonist). Mehr zum Film:

Der neue gute Deutsche

Der in Bayern lebende Lehrer Jean Pierre Félix-Éyoum wurde in Duala, einer Großstadt in Kamerun geboren. Er ist ein Urgroßneffe des Widerstandskämpfers Rudolf Duala Manga Bell, der gegen Unrecht unter der deutschen Kolonialherrschaft kämpfte und von der Kolonialverwaltung 1914 in Kamerun hingerichtet wurde.

Im Bauch des Wales

„Ich kann kein Buch schreiben, das nicht die Menschen in Simbabwe anspricht und den Prozess der Reflexion unterstützt, den wir in Simbabwe und auf dem Kontinent brauchen. Das ist also in Ordnung für mich. Gleichzeitig wird unsere Welt immer vernetzter, und die Leser, die Branche ist außerhalb Simbabwes, also muss es sie ansprechen. Ich befinde mich also wirklich in einer Situation, in der ich für ein globales Publikum schreibe.“